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So ist der Zusammenbruch des Sozialsystems unausweichlich
B2B NORD | Christian J. Fuchs

So ist der Zusammenbruch des Sozialsystems unausweichlich

B2B NORD So ist der Zusammenbruch des Sozialsystems unausweichlich
Wedel/Kreis Pinneberg (MIT/sv) Es ist eine ganz einfache Rechnung. „Die Altersversorgung funktioniert nur, wenn genügend Menschen in die Rentenkassen einzahlen“, sagt Christian J. Fuchs. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU (MIT) in Schleswig-Holstein und MIT-Vorsitzende im Kreis Pinneberg sowie Landesbeauftragte des Wirtschaftsrates fordert deshalb, dass die Gedanken über die Integration von Flüchtlingen sich nicht auf den Bau von Unterkünften beschränken.

Genauso wichtig sei es, für die Migranten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu entwickeln. „Wenn die Flüchtlinge arbeiten, zahlen sie Steuern und Beiträge in die Rentenversicherung und sind außerdem wesentlich besser integriert“, erklärt Fuchs. Ohne Job seien sie dagegen auf staatliche Unterstützung angewiesen. Und das vermutlich über Jahrzehnte.

Mehr Integration für Immigranten
„Wer glaubt, dass die meisten Flüchtlinge jemals wieder in ihre Heimat zurückkehren, lügt sich selbst in die Tasche“, stellt der Mittelstandspolitiker fest. Gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel kann der Flüchtlingsstrom nach seiner Auffassung auch eine Chance sein. Gut ausgebildete Fachkräfte, Leute, die sich für niedrig qualifizierte Jobs nicht zu schade sind – es fehlt in vielen Bereichen. Lücken, die durch die Zuwanderer geschlossen werden können. Das ist dringend notwendig. Nach derzeitigem Stand wird in 30 Jahren jeder dritte Deutsche älter als 65 Jahre sein, die Zahl der Erwerbstätigen wird um bis zu acht Millionen sinken. Mehr Rentner, weniger Beitragszahler: „So ist der Zusammenbruch des Sozialsystems unausweichlich“, betont Fuchs. Deswegen sei die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt eine existentielle Frage. Doch es wäre nach seiner Ansicht fatal, nur auf mögliche zusätzliche Beitragszahler zu setzen.

MIT setzt auf Flexi-Rente
Wie wichtig das Thema ist, zeigt ein vor kurzem von der MIT präsentiertes Zukunftsprogramm mit einem Leitantrag für den kommenden Bundesmittelstandstag. Der Antrag fordert unter anderem einen Paradigmenwechsel in der Rentenpolitik, der den Ausbau der Flexi- Rente vorsieht. So sollen Menschen ohne Probleme länger arbeiten, wenn sie wollen und können. Konkret spricht sich die MIT unter anderem dafür aus, dass Arbeitgeber, die Rentner beschäftigen, für diese keine Arbeitslosenbeiträge zahlen müssen. „Rentner werden doch ohnehin nicht mehr arbeitslos“, stellt Fuchs fest. Auch die betriebliche und private Altersversorgung müsse gestärkt werden, erklärt der stellvertretende MIT-Landeschef. Er warnt allerdings davor, übers Ziel hinauszuschießen. Der Leitantrag der MIT sieht vor, durch Harmonisierungen und ein einheitliches Informationsportal mehr Transparenz zu schaffen. Der MIT-Landesverband Schleswig-Holstein will beantragen, dass über diesen Punkt noch einmal diskutiert wird. Aus Sicht von Fuchs zu Recht. „Der Gesetzgeber hat bereits 2009 mit weitgehenden Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflichten für permanente Transparenz gesorgt“, weiß der unabhängige Versicherungsmakler mit Büros in Hamburg und Wedel. Der Absicherungsexperte stellt klar, dass Versicherungsvermittlung und Finanzberatung erlaubnispflichtige Gewerbe sind. Er befürchtet, dass die MIT ausgerechnet denen schaden könnte, für die sie sich einsetzen will. Harmonisierung führe dazu, dass Einheitsprodukte entstehen und nutze nur Mega-Konzernen. „Wir müssen aber den Mittelstand stärken und nicht die Großwirtschaft“, betont Fuchs. Schließlich seien 99,99 Prozent der zugelassenen Finanz- und Versicherungsvermittler kleine und mittelständische Betriebe. Eine weitere Gefahr sieht der Mittelstandspolitiker darin, dass Vereinheitlichung und Versicherungszwang der umstrittenen Nahles-Rente in die Hände spielen. Die von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgeschlagene Regelung soll Gewerkschaften zu Pensionskassen und damit zu Kapitalsammelstellen aufwerten. „Das verstoße gegen jegliche Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und weise deutliche Parallelen zur staatlich gelenkten Planwirtschaft auf”, kritisiert Fuchs. „Und dass die in den Abgrund führt, müsste eigentlich jeder mitbekommen haben“, sagt der Mittelstandspolitiker.
FMP Fuchs & Co. KG
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