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Innovationen voraus: Konflikte sind sexy!
B2B Wirtschaft | Christoph Maria Michalski

Innovationen voraus: Konflikte sind sexy!

Melle (em/fg) Falls Sie sich jetzt fragen, ob der Autor noch alle Spanten in der Beplankung hat: Danke der Nachfrage, alles bestens. Zugegeben, genau mit dieser Reaktion habe ich auch gerechnet. Denn Konflikte haben leider keine sonderlich gute PR-Agentur. Auf der Beliebtheitsskala rangieren sie etwa in der Höhe von Steuererklärungen, Fußpilz und Wurzelbehandlungen. Und das völlig zu Unrecht! Denn Konflikte tragen ein unglaublich wertvolles, innovatives Potenzial in sich. Vorausgesetzt natürlich, man lässt sich darauf ein und stellt sich dem Konflikt.

Doch genau daran hapert es bei den meisten Menschen. Egal ob im Büro oder privat: Konflikte werden häufig wie der sprichwörtliche rosa Elefant behandelt. Er steht mitten im Raum, irritiert, lenkt ab – und dennoch unternimmt keiner etwas.

Konfliktmanagement schafft Raum für Entwicklung
Klarer Fall: Konflikte sind nichts für Weicheier. Man braucht schon ein bisschen Mumm, um unangenehme Themen anzusprechen – und die richtige Strategie. Doch glauben Sie mir, es lohnt sich. Natürlich ist es auf den ersten Blick bequemer, einfach den Konfliktdreck unter den Teppich zu kehren. Das geht auch eine ganze Weile gut. Bis sich so viel angesammelt hat, dass man ständig darüber stolpert. Und manchmal ist es dann schon zu spät, um das Ruder noch herumzureißen und den ganz großen Knall zu vermeiden. Let’s face it: Es sind nicht die harmonischen Situationen, aus denen Großes hervorgeht. Kennen Sie die Erfolgsgeschichte von Steve Jobs? Dort finden sich eine ganze Menge Konflikte, die er mal besser und mal schlechter angegangen ist. Nur echte Nerds wissen heute noch, dass die frühen Apple Computer alles andere als Verkaufsschlager waren. Das Entscheidende ist jedoch, dass er eben nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat. Konflikte haben eine schöpferische Kraft, sie dienen als Entwicklungsträger und Veränderungsmotor. Höchste Zeit also, dass auch Sie die Ärmel hochkrempeln!

Emotionen bedienen und Konflikte richtig einordnen
Die gute Nachricht für Sie: Im Grunde genommen sind alle Konflikte gleich aufgebaut – egal, wie verzwickt sie auf den ersten Blick aussehen. Denn sie folgen einer klaren Logik: Ein Konflikt ist immer die Summe von Panne + Problem + Emotion. Konflikte sind letztendlich nichts anderes als Emotionsmanagement. Emotionen sind Botschafter von Bedürfnissen, die sich stark vereinfacht in die drei Kategorien Sicherheit – Zugehörigkeit – Entwicklung einordnen lassen. Werden diese nicht im erforderlichen Maße bedient, kann z.B. Wut entstehen – als Ausdruck von Ungewissheit über die Zukunft, Ausgrenzung aus einer Gemeinschaft oder mangelnder Anerkennung für die geleistete Arbeit. Unsere Wut ist also nichts anderes als ein Indikator für ein nicht erfülltes Bedürfnis. Wird es erfüllt, kocht der Konflikt wieder auf das Niveau eines Problems herunter – das meist relativ einfach aus den Rahmenbedingungen heraus und auf der Sachebene gelöst werden kann. Sie sollten also diesen emotionalen Störenfried stets auf dem Schirm haben und ihm die nötige Beachtung schenken, da er die Objektivität verzerrt und Lösungen erschwert.

Fakt Nummer zwei: Konflikte lassen sich in eine von drei verschiedenen Kategorien einteilen. Kennen Sie die passende Kategorie, gelingt Ihnen die Steuerung zukünftig schnell, präzise und virtuos:

1. Debatte: Eine Debatte bezeichnet eine lebhafte Diskussion oder ein Streitgespräch. Grundlegendes Element der Debatte ist die Bereitschaft, seine eigene Meinung aufzugeben. Mit der Frage „Was könnte dich überzeugen?“ ist leicht festzustellen, ob grundsätzlich Offenheit dafür besteht.

2. Spiel: Ein Spiel ist ein Kräftemessen nach vereinbarten Regeln, die festlegen, wer gewinnt. Klar definierte Spielregeln im Business sind zum Beispiel Unternehmensleitbilder, der Teamkodex und der Spirit eines Unternehmens.

3. Kampf: Bei einem Kampf handelt es sich um eine Auseinandersetzung ohne Regeln, die mit der Unterwerfung oder Zerstörung des Verlierers endet. Klingt martialisch, kommt aber in einer ritualisierten Form zum Beispiel gerne in Vertriebsmannschaften vor – oder im Alltag in den Fällen, die Sie dann auf der Titelseite der Boulevardpresse wiederfinden, etwa unter dem Stichwort „Hooligans“ oder Rosenkrieg.

Sie werden sehen: Wenn Sie Konflikten auf diese Weise vorausschauend begegnen und sie bei Auftreten richtig kategorisieren, werden sich die Wogen schnell wieder glätten. Entscheidend ist, dass Sie souverän auftreten und den Konflikten die Stirn bieten. Oder, um es mit den Worten von Steve Jobs zu sagen: „It’s better to be a pirate than to join the navy.“ In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allzeit gute Konfliktbeute!

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