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Digitalisierung Logistik – Bleibt Personal auf der Strecke?
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Digitalisierung Logistik – Bleibt Personal auf der Strecke?

Hamburg (sh/kv) Die Digitalisierung schreitet zunehmend voran und hat nahezu in allen Branchen Einzug gehalten. Auch die Logistikbranche ist definitiv hiervon betroffen, und sieht die Notwendigkeit entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Unternehmen, die sich dagegen sperren, werden auf lange Sicht auf der Strecke bleiben. Auch der Ausrichter des Fachforums für Logistik auf der zehnten B2B NORD, die SVG-Hamburg, bemerkt den Wandel der Digitalisierung und geht als Dienstleister in der Transport- und Logistikbranche durch ihre E-Learning- Plattform SVG-Akademie, hier mit gutem Beispiel voran.

Statistiken zufolge könnten heutzutage bereits über 60 Prozent der Tätigkeiten eines Lager- und Transportarbeiters oder eines Postboten/Kuriers durch Computer ausgeführt werden. Die Arbeit einiger Fachkräfte in der Logistikbranche, die nicht aktiv an Beladung oder Transport beteiligt sind, sogar zu 100 Prozent. Da ist die Frage durchaus berechtigt, was passiert bei fortschreitender Digitalisierung mit dem Personal. Wird es zu Einsparungen kommen oder findet man Wege zur Umstrukturierung der betroffenen Tätigkeitsfelder? Grund genug für die Expertenrunde sich einmal mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Moderator Roy Kühnast von der Logistik Initiative Schleswig-Holstein e. V. beleuchtete zusammen mit einer Gruppe aus Fachleuten, bestehend aus: Axel Kröger, Aufsichtsratsvorsitzender SVG-Hamburg, Holger Matzen, Herbert Voigt GmbH & Co. KG, Daniel Stancke, Truck Pro und Prof. Dr. Michael Stuwe von der Fachhochschule Westküste, die Aspekte und Möglichkeiten, die der Branche zur Verfügung stehen.

Zunächst machten die Experten klar was der Begriff Digitalisierung für sie im einzelnen bedeutet, da jeder etwas anderes darunter versteht. „Wir möchten gemeinsam mit unseren Kunden, von der Produktion angefangen über den Transport bis hin zum Endempfänger, einen reibungslosen Ablauf generieren. Das verstehen wir unter dem Begriff Digitalisierung“, so Axel Kröger. Holger Matzen schloss sich Axel Krögers Meinung an, zusätzlich gehört für ihn aber auch noch die zunehmende Automatisierung dazu. Daniel Stancke ergänzte, dass die Branche noch sehr ineffizent in Bezug auf die Digitalisierung ist. „Wir haben immer noch sehr viele analoge Workflows in Speditionen, die eigentlich dringend digitalisiert werden müssen. Das ist ein absolutes Muss und wer sich dem verweigert wird große Probleme bekommen“. Prof. Dr. Michael Stuwe ist ebenfalls davon überzeugt, dass es zur Verzahnung von Logistik und dem technischen Bereich keine Alternative gibt.

Schnell kristallisierte sich in der Expertenrunde die Tendenz heraus, dass es durch die Digitalisierung keinen großen Stellenabbau, aber eine massive Job-Umschichtung geben wird. „Wenn wir die geeigneten Maßnahmen treffen, wird das Personal nicht auf der Strecke bleiben“, so Holger Matzen. „Gute Mitarbeiter sind das, was wir alle brauchen. Wenn bei uns durch die Digitalisierung ein Arbeitsbereich wegfällt, wird an anderer Stelle wieder einer geschaffen. Selbst die beste Digitalisierung ist nicht ohne eine Abteilung, die das ganze verwaltet und managt, zu leiten. Das sind pragmatische Ansätze, die wir verfolgen“, ergänzte Axel Kröger.

Unternehmen, Hochschulen und Arbeitgeber müssen es schaffen, eine Veränderungskultur in den Menschen zu bewirken, damit diese sich schneller auf neue Dinge einstellen, mehr Lust darauf bekommen neue Dinge zu tun und dadurch für sich eine Entwicklung erkennen. „Mittlerweile ist es durch die Digitalisierung so, dass nicht mehr die Großen die Kleinen fressen, sondern die Schnellen die Langsamen. Wir müssen aufs Gaspedal drücken wo wir nur können und dabei die Mitarbeiter an verschiedenen Punkten abholen und mitnehmen“, so Holger Matzen. „Es gibt in Deutschland eine sehr positive Situation, auch arbeitsmarkttechnisch, die sicherlich Veränderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung einfacher machen. Man muss den Menschen nicht nur sagen es ist einfacher, sondern muss ihnen auch Anreize an die Hand geben, um das ganze mitzugestalten“, empfiehlt Daniel Stancke.

Abschließend fasste Roy Kühnast zusammen: „Das Personal bleibt nicht auf der Strecke, es wird Veränderungen für das Personal und die Unternehmen selbst geben, aber die Chancen sind größer als die Risiken“. Gute Jobchancen haben nach Ansicht der Experten diejenigen, die in der Lage sind innovativ und prozessübergreifend zu denken, um als Schnittstelle zwischen digitaler und realer Welt zu fungieren. Wer also bereit ist sich neu zu orientieren, wird sich keine allzu großen Sorgen machen müssen.

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20537 Hamburg
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www.svg-hamburg.de
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