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Unternehmensverband sieht Urteil aus Leipzig kritisch
B2B NORD | Unternehmensverband Unterelbe-Westküste e.V.

Unternehmensverband sieht Urteil aus Leipzig kritisch

Hamburg (em) Der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste, Ken Blöcker, nimmt zum heutigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Elbvertiefung Stellung.

Die Elbe und der Hamburger Hafen beeinflussen seit Jahrzehnten die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen an der Unterelbe. Seit der Zeit der Hanse bildet der Seehandel das wirtschaftliche Rückgrat der Metropolregion Hamburg. Davon profitiert auch die Industrie in unserer Region, denn vor allem der Industriestandort Brunsbüttel nutzt die Lage zur seeschifftiefen Elbe zum schnellen Transport ihrer Güter. Auch die vielen Industriebetriebe im Hamburger Umland sind auf den Hafenlogistikstandort Hamburg angewiesen. In Schleswig-Holstein hängen 25.000 Arbeitsplätze am Hamburger Hafen.

Ein Großteil der Arbeitsplätze wird von Unternehmen aus unserer Region getragen. Hinzu kommt die Abhängikeit des Nord-Ostsee-Kanals von der Entwicklung des Hamburger Hafens durch den Weitertransport der Güter ins Baltikum und nach Skandinavien. Der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste (UVUW) vertritt branchenübergreifend knapp 400 Unternehmen aus dem westlichen Schleswig-Holstein. Viele von ihnen beliefern den Hamburger Hafen direkt oder indirekt mit Dienstleistungen und Waren und sind damit geschäftlich eng mit dem Hamburger Hafen verbunden. Die Zukunftsfähigkeit des Hamburger Hafens hat daher unmittelbaren Einfluss auf die mittelständischen Betriebe an der Westküste und im Unterelbe-Raum. Wir sehen daher das Urteil aus Leipzig sehr kritisch.

Keiner weiß nach dem Urteil, ob die Elbvertiefung kommen wird oder nicht. Wir spüren bei den Unternehmen generell große Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung. Dies geht bereits seit Jahren zu Lasten der Investitionen in den Standort. Durch die heutige Entscheidung wird die Investitionszurückhaltung weiter zunehmen. Uns bleibt nur die Hoffnung, dass die erforderlichen Nachbesserungen des Planfeststellungsbeschlusses schnell und rechtssicher umgesetzt werden können. Eine langfristige Abwanderung von Unternehmen und der Verlust von Arbeitsplätzen sind in der Konsequenz nicht ausgeschlossen. Fest steht: Der Welthandel wird nicht auf die rechtlich notwendigen Nachbesserungen zum besseren Schutz einer Pflanze wie dem Schierlings-Wasserfenchel warten. Er wird sich immer stärker Logistikstandorten wie Rotterdam und Antwerpen zuwenden.
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