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Inszenierung vs. Identität
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Inszenierung vs. Identität

Aus jeder Ecke hören wir es: wir müssen Marke sein, um heute erfolgreich zu sein. Bei Marken allerdings denken wir häufig zuerst an Produkte und Dienstleistungen. Das können viele nicht mit sich in Verbindung bringen, schließlich ist man Mensch, nicht Müsliriegel. Dabei kennt jeder von uns bereits Menschenmarken: Prominente (Günther Jauch), Sportler (Boris Becker), Unternehmer (Steve Jobs).

b2b läuft über Menschen
Aber auch der Autoverkäufer bei uns um die Ecke, unser Zahnarzt oder Versicherungsmakler können Marken sein. Genau darum ging es in dem Vortrag „Erfolg braucht ein Gesicht – Inszenierung vs. Identität“, den ich auf der B2B Nord 2016 in Hamburg hielt. Denn langsam kommt der Gedanke bei den Menschen an, dass auch im b2b der Verkauf von Mensch zu Mensch stattfindet. Das bedeutet, dass wir alle lieber bei jemandem kaufen, der uns sympathisch ist. Natürlich spielen bei jeder Geschäftsbeziehung auch Preis, Qualität und Lieferzeit eine Rolle, doch selbst da drücken wir gerne mal ein Auge zu, wenn zwischen den Geschäftspartnern die Chemie stimmt.

Mensch statt Produkt
Weil Menschen häufig Wissen über Produktmarketing besitzen, Personal Branding dagegen gar nicht kennen, passiert es, dass Menschen sich selbst wie Produkte verkaufen: Sie schauen, was auf dem Markt gerade angesagt ist und basteln sich daraus eine Hülle, die sie überziehen, wenn sie in Erscheinung treten. Das heißt, sie sind nicht wirklich sie selbst, sondern so, wie sie denken, dass andere sie gut finden. Dabei stellen sie ihre wahre Identität hinten an. Doch wer sich eine Maske aufzieht, kann und wird niemals authentisch sein. Deshalb darf die Verwunderung nicht groß sein, wenn der Erfolg auf sich warten lässt oder im schlimmsten Fall gar nicht eintritt!

Personal Branding geht anders
Wer selbst zur Marke werden möchte, der muss sich selbst kennenlernen und herausfinden, was eigentlich seine Identität ist. Wir alle haben einen Weg hinter uns, der uns zu dem gemacht hat, wer wir heute sind. Wir alle haben verschiedene Gründe, warum wir morgens überhaupt aufstehen. Wir brennen für unterschiedliche Themen unterschiedlich stark und wer in der Lage ist, genau das, was uns einzigartig macht, nach außen zu kehren, der wird für seine Mitmenschen fassbar. Arbeiten wir nicht alle lieber mit Menschen zusammen, die wir auch als Menschen statt als Maschinen wahrnehmen?

Was uns Menschlichkeit wert ist
Auch wenn wir Personal Branding heute noch nicht bewusst nutzen, unbewusst tun wir es schon längst. Wir bezahlen mehr bei unserem Friseur, weil der immer den neusten Klatsch und Tratsch kennt, obwohl wir bei jemand anderem weniger Geld für dieselbe Leistung ausgeben würden. Wir fahren länger zur Werkstatt, weil der Mechaniker Fan von derselben Fußballmannschaft ist. Und weil wir uns von unserem Hausarzt verstanden fühlen, warten wir länger auf einen Termin, statt uns jemand anderen zu suchen. Natürlich muss dann immer noch die Leistung stimmen – keine Frage. Doch wir verstehen uns alle als Profis auf unserem Gebiet, wir haben alle eine qualifizierte Ausbildung und die entsprechende Erfahrung, um das von uns zu denken. Dass wir aber in Bereichen, in denen andere die Profis sind (bei unserem Hausarzt zum Beispiel), deren Arbeit beurteilen oder Leistung so vergleichen können, dass wir die kleinen, feinen Unterschiede in der Leistungserbringung erkennen – zweifelhaft.

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