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Hotelboom in Hamburg - profitiert NORDGATE?
B2B NORD | WirtschaftsDialog Fachforum Gewerbeimmobilien

Hotelboom in Hamburg - profitiert NORDGATE?

Hamburg (fg/kv) Beim WirtschaftsDialog Gewerbeimmobilien auf der B2B NORD diskutierte Moderator und Immobilienjournalist Friedhelm Feldhaus, zusammen mit seinen Gästen Kristof Schütze-Buzello (Junior Manager Developer, RIMC International Hotels & Resorts Hamburg), Andreas Martin (Geschäftsführer, hotelforum management GmbH und Unternehmensberater, PKF hotelexperts) und Jürgen Paul (Geschäftsführender Gesellschafter, Nord Project Immobilien) inwieweit die Kommunen im Städteverbund NORDGATE zwischen Neumünster und Norderstedt vom aktuellen Hotelboom in Hamburg profitieren können und ob neue Hotelkonzepte in den Städten willkommen sind. Es wurde auch beleuchtet, wo eventuell Defizite im Hotelangebot liegen.

Der Hotelmarkt in Hamburg boomt. Hamburg weist sieben Millionen Gäste mit 14 Millionen Übernachtungen pro Jahr auf. Die Hotels in Hamburg haben eine Auslastung von 80 %. Jürgen Paul von der Nord Project Immobilien führte aus, dass durch das derzeit günstige Kapital ein „Run“ auf Hotels begonnen hat. Dabei konkurriert das Hoteldevelopment inzwischen mit dem Bürodevelopment.

In den letzten Jahren wurde viel im Innenstadtbereich entwickelt. Nun geht man an die Randbereiche. Inzwischen gehören auch Bereiche Hamburgs wie die City Süd und die City Nord zum näheren Innenstadtbereich. Danach kommt schon der Flughafen und im Anschluss NORDGATE.

Andreas Martin hat die Lage der sechs Städte von NORDGATE im Verhältnis zu Hamburg analysiert. Bei den Städten Norderstedt und Quickborn ist eine Wechselwirkung mit Hamburg noch am wahrscheinlichsten, da sie nur rund 25 km vom Hamburger Rathausplatz entfernt liegen. Hier findet man noch einige Markenhotels wie z.B. das Ibis Budget. Für Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt ist eine Wechselwirkung mit Hamburg unwahrscheinlich. Neumünster ist zu weit von Hamburg entfernt, das ist ein eigener Markt. Andreas Martin sieht aber auch in hamburgnahen Städten noch Entwicklungspotential. Hier fehlt bei vielen kleinen regionalen Hotels die Positionierung.

Die Städte von NORDGATE, zwischen 13.000 und 80.000 Einwohnern, profitieren nicht alle von der Nähe zu Hamburg, manche leiden auch darunter, gerade was das Thema Innenstadtentwicklung angeht. Wichtig wäre es hier die Innenstädte attraktiver zu gestalten, beispielsweise durch Mischnutzungskonzepte: Hier werden auf einem Grundstück Bereiche wie z.B. Einzelhandel, Restaurants, Büroräume und Hotels oder auch Kindergärten angesiedelt.

Kristof Schütze-Buzello ist überzeugt, das jedes gut konzipierte Hotel es schafft, eine Stadt wieder aufleben zu lassen. Ein Hotel bringt Gäste. Man muss es schaffen mit neuen Konzepten die Orte wiederzubeleben. Es ist also wichtig für die Städte nicht einen Hotelentwickler sondern einen Entwickler einer Mischimmobilie zu finden.

„Zunächst müsse bei Städten wie Kaltenkirchen oder Bad Bramstedt im Gespräch mit dem Bürgermeister ausgelotet werden, was hier in den nächsten fünf, zehn oder zwanzig Jahren geplant sei“, so Schütze-Buzello.

Was fehlt an dem Standort? Was kann die Kommune selbst bringen und was muss der Projektentwickler bringen? Das könnte z.B. ein Kindergarten oder auch ein Hallenbad sein. Die Entwickler steigen hier in die Infrastruktur der Stadt ein und verpachten dann das Schwimmbad an die Stadt. Wobei die Hotelgäste hier auch wieder von der Nutzung des Hallenbades profitieren würden.

Dabei ist es natürlich auch wichtig die richtigen Investoren für Miximmobilien zu finden. Internationale Ketten scheiden hier meist als Investoren aus, da diese nach bestimmten Merkmalen entscheiden wie der Einwohnerzahlen (>100.000 Einwohner) oder einer besonderen Nachfragequelle (Messestandort, Urlaubsregion). „Die Städte nördlich von Hamburg müssen lokale Investoren finden“, so Andreas Martin.

„Im Fokus steht dabei wie man mehr Investoren gewinnt, die anlegen wollen“, so Kristof Schütze-Bozello. Gerade dafür ist das Prinzip der Miximmobilie sehr geeignet. Nur mit einem Hotel ist es schwierig einen Investor zu bekommen. Man muss mögliche Investoren durch Konzepte und Überzeugungsarbeit gewinnen. Investoren können dabei z.B. Fonds, die umliegenden Firmen des Standortes, örtliche große Firmen aber auch private Geldgeber sein.

„Bei der Entwicklung von Hotelstandorten ist auch das Lokalkolorit sehr wichtig“, so Andreas Martin. „Die Gäste wollen wissen, wo sie sind“ Sinnvoll wäre es auch für die Regionen ein „Leuchtturmprojekt“ zu entwickeln. Das heißt eine Attraktion, von der die gesamte Region NORDGATE profitieren würde. Als Beispiel nannte Andreas Martin die Elbphilhamonie in Hamburg.

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