Teilen Sie www.B2B-NORD.de auf Facebook.
Neue Arbeitswelten: Anforderungen an modernene Arbeitsplätze
B2B Wirtschaft | WirtschaftsDialog Gewerbeimmobilien

Neue Arbeitswelten: Anforderungen an modernene Arbeitsplätze

Hamburg (fg/sh) Wie sollte ein moderner, gesunder und erfolgreicher Arbeitsplatz aussehen? Auf Einladung der Wirtschaftsförderer von NORDGATE diskutierte Moderator Keno Kramer (Unternehmenssprecher EGNO) im WirtschaftsDialog Gewerbeimmobilien gemeinsam mit seinen Gästen Mario Kling (Vollack GmbH), Ludger Hüttenmüller (Architekt Hüttenmüller) und Dirk Mehrens (MEHRENS Unified Communication GmbH).

Dirk Mehrens hat gerade ein neues Bürogebäude direkt neben dem LOG-IN in Neumünster errichtet. Er erklärte, dass ein Arbeitsplatz neben einem baulichen Fundament auch eines gedanklichen Fundamentes bedürfe. Es sei erforderlich, dass sich ein „gutes Gefühl“ bei den Mitarbeitern einstelle. Die Würde miteinander und untereinander werde hierbei ganz groß geschrieben. Wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Mehrens Unified Communication wohl fühlen im Unternehmen, dann könnten sie tatsächlich eine gemeinsame Vision entwickeln und gemeinsam erfolgreich sein. So werden Teamleistungen abgerufen, die hervorragend und hocheffizient sind. Dabei geht es nicht um Massagen am Arbeitsplatz, den Obstkorb oder dass man von Chef permanent gelobt werde.

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern wurde ein Gebäude geplant, das bestimmte Faktoren einhält, damit sich jeder wohl fühlen kann. Dazu gehören auch viele Grünflächen, Pausenräume und Terrassen und ebenso Parkmöglichkeiten. Der Erfolg gibt Mehrens Recht, denn der Umsatz hat sich vervierfacht.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Mario Kling von Vollack. Das Gewerbebauunternehmen setzt dabei ganz vorne an, bei der sogenannten Phase Null. „Wir versuchen, von Anfang an mit dem Bauherrn ein Konzept zu erarbeiten, das genau auf die Bedürfnisse der Arbeit und der Mitarbeiter maßgeschneidert ist. In Workshops mit Geschäftsführern, Führungskräften und den Architekten wird die Strategie des Unternehmens beleuchtet. Wo steht das Unternehmen heute, wo sieht es seine Zukunft? Die Klärung dieser Fragen ist äußerst wichtig, denn so erfahren wir, was eingeplant werden muss, damit dieses Unternehmen auch zukunftsfähig bleibt und sich mit dem neuem Gebäude entwickeln kann“, sagt Mario Kling. „Man kann auf 2.700 m² eine gut funktionierende, hochwertige und behagliche Arbeitsatmosphäre schaffen oder für dasselbe Geld 3.200 m² billige Arbeitsfläche zur Verfügung stellen“, so Kling.

Moderator Keno Kramer und Mario Kling diskutierten, ob diese schönen Büros bei immer mehr Digitalisierung und unabhängigen Arbeitsplätzen überhaupt noch benötigt würden. Derzeit seien Arbeitsplätze zu Hause zwar insgesamt rückläufig, aber dennoch bei Arbeitnehmern beliebt. Insbesondere in einer schnelllebigen und digitalisierten (Arbeits-) Welt, in der nicht mehr die Sachbearbeitung des Einzelnen, sondern die Arbeit im Team im Mittelpunkt steht, ist das Büro als zentraler Kern für das Teambuilding der Mitarbeiter enorm wichtig. Perspektivisch ist es möglich, dass jeder nur noch drei oder vier Stunden am Tag im Büro ist, um genau diese Kommunikation zu pflegen. Andere Aufgaben könnten dann im Homeoffice oder überall, wo ein Netzwerkzugang ist, möglich sein. Um die Teamarbeit zu unterstützen, brauche es daher diese modernen Arbeitswelten im Unternehmen, die so zu gestalten seien, dass Mitarbeiter sich dort gerne aufhalten. Es sollte eine Umgebung geschaffen werden, in der kreativ und inspiriert gearbeitet werden kann.

Dass deutsche Verwaltungen noch sehr weit von dieser Art von Arbeitswelten entfernt sind, führte Ludger Hüttenmüller aus. Zwar gäbe es hier und dort auch einen Raum für einen wöchentlichen Yogakurs oder einen Raucherraum, aber diese glichen oftmals eher Kellerverliesen als Aufenthaltsräumen, berichtet der Neumünsteraner Architekt.

Gerade in der öffentlichen Verwaltung würde sich in den nächsten Jahren kaum etwas ändern. Je nach Arbeitsweise seien „Open Spaces“, große und offene Teamarbeitsbereiche, auch nicht optimal in Verwaltungen. Sei es aus Datenschutzgründen oder wenn Mitarbeiter beispielsweise viel telefonieren müssen, sind gemeinsame offene Bereiche ungeeignet, da man sich gegenseitig mehr blockiert als kreativ inspiriert.

Die neuen Arbeitswelten funktionieren gut in privaten Unternehmen. In öffentlichen Verwaltungen sei es noch ein langer Weg, so Hüttenmüller. Moderne Büros sind nicht abhängig von der Größe eines Betriebs, jedoch sei bei kleineren Firmen die Fläche oder das Budget für Wohlfühlplätze einfach nicht vorhanden.

Derzeit testiert Hüttenmüller eine Boomphase: „Das Bauen ist immer ein Auf und Ab und es gibt immer einen Wandel. Derzeit wird mehr investiert und es werden auch mehr Flächen benötigt. Das kann sich aber genauso wieder umkehren. Dann wird einfach wieder umgebaut. Kurz gesagt: gebaut wird immer.“ Weitere Impressionen vom WirtschaftsDialog und dem Fachforum Gewerbeimmobilien auch im Internet unter www.nordgate.de

B2B NORD Neue Arbeitswelten: Anforderungen an modernene Arbeitsplätze
Weitere Artikel lesen
BRANCHENBUCH
Auto
Druckereien
Einkaufen
Elektronik/TV
Energie
Event
Finanzen
Garten / Landschaftsbau
Gastronomie
Handwerk
Lebensmittel
Logistik
Mode
Netzwerke
Personalservice
Verlage
Wirtschaft
Dienstleistungen
Fortbildung
Gesundheit
Hotel
Immobilien
Kommunikation
Neubau
Office
Politik
Rechtsanwälte
Reisen
Senioren
Steuerberater
Training/Coaching
Versicherungen
Werbung
Wohnen
Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung
Akzeptieren und Besuch fortsetzen