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Sie ist die Neue!
B2B Wirtschaft | Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Segeberg

€ Sie ist die Neue!

Frau Moser, die ersten 100 Tage sind gespielt, seit Sie im April das Amt der Kreiswirtschaftsförderin übernommen haben. Was waren für Sie die ersten Schritte?

Meine ersten Schritte in dieser Funktion waren Bestandsaufnahme, Teambuilding innerhalb der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg mbH (WKS) und Kennenlernen von Unternehmen und politischen Mandatsträgern in den Kommunen und Ämtern. Wobei der Schwerpunkt ganz eindeutig auf Letzterem liegt. Auch wenn ich schon seit zwei Jahren Geschäftsführerin der Muttergesellschaft der WKS, der KSB (Kreis Segeberg Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG), bin, musste ich erst mit Übernahme der Geschäftsführung der WKS klären, wo wir mit der Umsetzung der Aufgaben stehen.
Dabei stellte und stelle ich mir die zentrale Frage: „Was müssen wir als WKS-Team, was kann ich persönlich besser machen, um die berechtigten Ansprüche von Wirtschaft und Politik zu erfüllen?“ Es wird hier sicherlich noch etwas Zeit brauchen, um alle Antworten zu erhalten, um dann Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Die geplante Verschmelzung der WKS mit der KSB und die Bestellung eines neuen Aufsichtsrats, der nach der Sommerpause seine Arbeit aufnehmen wird, runden dann meine „ersten Schritte“ ab.

Dann kommen wir doch gleich auf den Punkt: Was sind denn die Aufgaben und Ziele der WKS?

Oberstes Ziel der WKS ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung und Standortattraktivität des Kreises Segeberg zu leisten. Dabei setzen wir im Auftrag des Kreises verschiedene Schwerpunkte. Hierzu gehört die Ansiedlung neuer Unternehmen genauso wie die Bestandspflege für bestehende Firmen, Einzelhandel und Gewerbehandel. Die WKS hat vom Kreis Segeberg darüber hinaus verschiedene Einzelaufgaben und Projekte im Bereich des Tourismus übernommen und intensiviert. Ein Großteil der touristischen Arbeit ist dabei in die Kooperation in den verschiedenen Projekten, Kampagnen und Gremien der Metropolregion Hamburg eingebettet. Nachdem der Kreis die Erarbeitung einer kreisweiten Tourismuskonzeption zu einem strategischen Ziel erklärt hat, wurde die WKS darüber hinaus mit dieser beauftragt.

Wo sieht die WKS ihre Aufgabenschwerpunkte zu den Themen Unternehmensansiedlung und Strukturentwicklung?

Alle großen Wirtschaftsstandorte im Kreis werden durch das NORDGATE und Regionet schon sehr gut betreut. Allerdings sind die Flächen an diesen Standorten, die seit vielen Jahren stetig wachsen, nicht unendlich. Gerade kleinere Kommunen, zum Beispiel die Orte Trappenkamp und Bornhöved, bieten hier Potenzial. Voraussetzung für größere Gewerbegebiete ist dann aber in der Regel eine interkommunale Zusammenarbeit. Hier kann und wird die WKS unterstützen und gemeinsame Wege aufzeigen. Ziel ist es insoweit auch, ein eigenes Portal zu schaffen, das die Gemeinden kostenlos nutzen können. Die WKS wird hier federführend in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und den Ämtern und Kommunen die zur Verfügung stehenden Flächen und Immobilien ermitteln und auf dem aktuellen Stand halten. So können wir mit einem aktiven Leerstands- beziehungsweise Brachflächenmanagement die Gemeinden bei der Ortsentwicklung unterstützen. Die Entwicklung und treuhänderische Vermarktung von Gewerbegrundstücken im engeren Sinne steht derzeit nicht zur Diskussion.

Die WKS ist Ansprechpartner für an- und umsiedlungswillige Unternehmen aller Größen. Wir unterstützen bei der Suche nach geeigneten Standorten im Kreis Segeberg unter Berücksichtigung der uns benannten Anforderungen. Wir koordinieren Abstimmungsgespräche mit den zuständigen Behörden, klären Fragen und begleiten die Unternehmen bei ihrer Standortsuche bis wir gemeinsam einen geeigneten neuen Standort gefunden haben. Hierbei arbeiten wir sehr eng und vertrauensvoll mit unseren Wirtschaftsförderungskollegen vom NORDGATE und dem Mittelzentrum Bad Segeberg / Wahlstedt zusammen. Die Kommunen im Kreis unterstützen wir bei Planungen zur gewerblichen Weiterentwicklung und stehen als Partner für Ideenaustausch bei speziellen Problematiken zur Verfügung.

Eine der Hauptaufgaben der WKS ist auch die Vernetzung der Wirtschaft im Kreis. Was können Wirtschaft und Politik hier von der WKS unter Maike Moser erwarten?

In den ersten 100 Tagen habe ich nahezu täglich Termine im gesamten Kreisgebiet wahrgenommen. Für mich sind persönliche Kontakte und Gespräche immens wichtig, weil sie schneller zu besseren und nachhaltigeren Ergebnissen führen. Aus diesem Grund messe ich der aktiven Netzwerkarbeit einen sehr hohen Stellenwert bei. Als weitere wichtige Termine stehen für mich Anfang Oktober die Expo Real in München und der Segeberger Wirtschaftstag, als zentrale, kreisweite Netzwerkveranstaltung am 28. September in Trappenkamp an. Als Motto haben wir uns dieses Jahr für „Zukunftsregion Segeberg – gemeinsam gestalten“ entschieden. Nur gemeinsam können wir die Zukunft gestalten, wie uns der aktuelle Zukunftsatlas vor Augen geführt hat: bei Rang 138 von 402 ist noch viel „Luft nach oben“. Im November steht die Netzwerkmesse B2B NORD in der Messehalle Hamburg-Schnelsen als Pflichttermin im Kalender. Hier ist die WKS seit der ersten Messe für den Kreis präsent.

Viele Wünsche an Sie als die neue Wirtschaftsfördererin. Was sind denn Ihre Wünsche in dieser neuen Funktion?

Ich habe viel Erfahrung im Projektmanagement. Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Projekt ist dabei ein Team, das vertrauensvoll zusammen an gemeinsamen Zielen arbeitet. Ich wünsche meinem Team und mir dieses Vertrauen vom Auftraggeber, dem Kreistag des Kreises Segeberg, der mich vor drei Monaten parteiübergreifend, einstimmig mit der Wahrnehmung der vor uns liegenden Aufgaben betraut hat. Ebenso natürlich auch von der Kreisverwaltung, den Bürgermeistern und den weiteren, kommunalen Wirtschaftsförderern im Kreis, denn nur zusammen können wir die Region nachhaltig entwickeln und stärken.

Im letzten Jahr wurde das regionale Gewerbeflächenkonzept A7-Süd fertiggestellt. Dabei ging es unter anderem um die Erfassung des Gewerbeflächenangebots der Kommunen entlang des südlichen Teils der A7 von Neumünster bis Norderstedt und Quickborn. Ist der Prozess damit abgeschlossen?

Nein, im Gegenteil! Ein Ergebnis der Untersuchung ist, ein Monitoringkonzept zu entwickeln, mit dem die Marktentwicklung kontinuierlich beobachtet werden soll, um auf Tendenzen zu Überangeboten beziehungsweise Unterversorgung von bestimmten Teilmärkten rechtzeitig reagieren zu können. Erfreulich ist, dass die Region heute in der Lage ist mit dem verfügbaren Angebot die Nachfrage zu bedienen.

Die Bundeswehr baut in Schleswig-Holstein unterschiedliche Standorte ab. Hierzu gehört auch die Rantzau-Kaserne in Boostedt. Wie kann die WKS die Kommune bei der Bewältigung dieser großen Aufgabe unterstützen?

Die WKS ist in Abstimmung mit der Kreisverwaltung Mitglied einer Arbeitsgruppe zu dem Thema Konversion in Boostedt, um dort insbesondere bei den Fragestellungen zur Entwicklung nachfragegerechter Gewerbeflächen, Investorensuche, Vermarktung und weiterer Wirtschaftsförderungsthemen zu unterstützen.

Warum hat die WKS die Trägerschaft für das Landesprojekt FRAU & BERUF übernommen? Gehört dieses Engagement zu Ihren Aufgaben?

Selbstverständlich! Die Beratungsstelle FRAU & BERUF übernimmt wichtige Aufgaben für unsere Wirtschaft. Die Aufgabe der WKS ist es, die Wirtschaft im Kreis Segeberg zu fördern. Und da liegt doch nichts näher, dass wir Projekte, die den Bedarf an Fachkräften sichern wollen, unterstützen. Die Beratungsstelle unterstützt Frauen, sich beruflich selbstbewusst und besser zu positionieren. Frauen haben viele Nachteile auf dem Arbeitsmarkt, gerade durch die Elternzeit erleben viele einen Karriereknick. Ganz pauschal gesagt, wird ihre Kompetenz oft nicht anerkannt.

Bedeutet das, dass Sie als neue Geschäftsführerin der WKS den Frauen Gutes tun wollen?

Nicht nur, ich möchte auch und gerade den Familien Gutes tun, für deren Priorisierung sich eine Frau zumeist für einen mehrjährigen Zeitraum entschlossen hat zulasten eigener Ausbildung, Fortbildung oder Karriere. Wir können dabei in doppelter Hinsicht Gutes tun. Einmal natürlich den Frauen, die nach einer Erwerbsunterbrechung wieder arbeiten wollen, aber auch der Wirtschaft des Kreises Segeberg. Wir brauchen im Kreis ausreichend Fachkräfte. Frauen, die ihre Teilzeitarbeit ausweiten oder nach einer Familienphase wieder in den Beruf einsteigen wollen, sichern hier ausreichend den Bedarf.

B2B NORD Sie ist die Neue!
Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg
WKS
Kurhausstraße 1
23795 Bad Segeberg
Tel.: 0 45 51 / 908 62-0
info (at) wks-se.de
www.wks-se.de
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