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Führungskräfte brauchen Vertrauen
B2B Wirtschaft | Elke Riechert

Führungskräfte brauchen Vertrauen

B2B NORD Führungskräfte brauchen Vertrauen
Buchholz (em/lr) Gute Führungskräfte oder Leader tragen eine hohe Verantwortung für die Beschäftigten und das Unternehmen. In erster Linie geht es um die Menschen, die geführt werden. Erst dann kommt der Arbeitsprozess, welcher wiederum durch Menschen umgesetzt wird. Sei es durch die Programmierung von Maschinen oder den Menschen selbst. Bei allem steht der Mensch im Mittelpunkt.

Nachdenklich macht, dass oftmals sehr gute Sach- oder Facharbeiter aufgrund ihrer Arbeitsergebnisse zu Führungskräften befördert werden. Die Freude über diese Beförderung lässt im ersten Moment die damit verbundenen Aufgaben und Verantwortungen „hinten runterfallen“. Es fehlt der angehenden Führungskraft die Reflexion darüber, welche Anforderungen und Verantwortlichkeiten sowie eigene Stärken mit dieser Beförderung verbunden sind. Für das Wirken einer guten Führungskraft braucht es mehr als die momentane Freude über den Aufstieg. Führungskräfte brauchen Vertrauen in ihre Persönlichkeit. Dieses echte Vertrauen kann im ersten Schritt nur von der ersten Ebene des Unternehmens kommen.
Kaum jemand wird als natürliche Führungskraft geboren. Ist es dann so, dass die Verantwortlichen einen Mitarbeiter als Führungskraft benannt haben, sind diese mit in der Verantwortung, dass sich dieser Mitarbeiter auch entwickeln darf. Das heißt konkret, es dürfen Fehler gemacht werden, das trägt zur Entwicklung bei. Es sollten unterstützende Maßnahmen zur Entwicklung der menschlichen Reife in Anspruch genommen werden. Es darf sein, dass die neue Führungskraft Raum und Zeit bekommt, um zur guten Führungskraft heranzureifen.
Als geeignetes Instrument bietet sich die kontinuierliche Investition in die eigene Persönlichkeitsentwicklung mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen an. Schließlich ist es die Aufgabe der Führungskräfte, die eigenen Mitarbeiter zu entwickeln. Dazu gehört, dass auch Führungskräfte sich als Lernende verstehen. Wie soll eine Führungskraft Mitarbeiter oder Teams entwickeln, wenn sie die dafür erforderliche Reife nicht entwickeln können? Veränderungen und Entwicklungen haben ein gemeinsames Ziel. Am Ende soll etwas besseres herauskommen.
Mit Inspiration, Kreativität, Leidenschaft und einer positiven Einstellung schaffen es gute Führungskräfte, ein Team für gemeinsame Ziele zu motivieren. Ihre Leidenschaft ist es, ihre Mitarbeiter zu fördern und zu entwickeln, damit sie gemeinsam das Unternehmen noch erfolgreicher machen.
Ob Führungs- oder Fachkarriere – mit Menschen etwas bewegen oder sich auf Inhalte zu fokussieren – wichtig ist das zu finden, was zu den eigenen Stärken passt. Die Komfortzone zu verlassen und Entscheidungen neu zu treffen, erfordert Mut und den Willen, es wirklich zu wollen. So kann in jeder Organisation auch Wachstum entstehen.
Es wird immer schwieriger, gute und kompetente Führungskräfte für das eigene Unternehmen zu begeistern beziehungsweise qualifiziertes Personal zu finden. Als alleiniger Motivator machen monetäre Reize und Statussymbole wie ein cooler Firmenwagen nicht mehr den Reiz einer interessanten Führungsposition aus. Es ist immer wichtiger, ein ausgeglichenes Leben in der Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Freizeit und Gesundheit aktiv leben zu können.
Jedes Jahr führt das Gallup-Institut eine Beschäftigtenumfrage nach ihrer Verbundenheit mit ihrem Unternehmen durch. Folgt man der Studie für das Jahr 2013, sind es gerade mal 16 Prozent der Beschäftigten, die sich sehr für ihr Unternehmen engagieren. Weitere 17 Prozent der Beschäftigten haben bereits innerlich gekündigt und Schlusslicht mit 67 Prozent ist die Gruppe derer, welche ihren Job nach Vorschrift abarbeiten. Eine erschreckende Bilanz. Die Visualisierung verstärkt das Ergebnis sichtbar und regt zum Reflektieren und Nachdenken an. Sicher, es sind nur Werte und überhaupt, es betrifft immer andere und nicht das eigene Unternehmen.
Dennoch wird bei stimmigen und operativ guten Ergebnissen ein schlechtes Führungsverhalten immer noch toleriert. Das zeigt uns die Studie. Wir dürfen lernen, lösungsorientiert mit unterschiedlichen Sichtweisen umzugehen. Für das Gelingen sind Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit und wertschätzender Umgang sehr wichtige Voraussetzungen. Sich Probleme anzuhören, sich diesen anzunehmen und zu lösen ist keine Einbahnstraße und sollte keine selbstverständliche Erwartungshaltung der Menschen sein. Vielmehr sind die Gesprächspartner gefordert aktiv an einer Verbesserung der Situation mitzuwirken, damit aus Problemen und deren Lösungen neue Chancen entstehen können.
Eine gute Lösung zu finden erfordert einen offenen Dialog mit der Bereitschaft und dem Willen, auf beiden Seiten proaktiv vorzugehen.

Foto: Elke Riechert, Unternehmensberatung & Coaching: „Mensch im Mittelpunkt“

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