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Was Chefs von Chefs in Führung bringt
B2B Wirtschaft | Gustav Klötzl

Was Chefs von Chefs in Führung bringt

Nürnberg (em/sh) Wer Führungskräfte führt, darf sich auf Macht alleine nicht verlassen. In welchen Situationen gute Menschenkenntnis mehr Wirkung zeigt, erklärt Gustav Klötzl, Geschäftsführer der Nürnberger 3P-Beratungsgruppe.

Ein guter Chef für Chefs zu sein ist wahrlich eine Kunst . Denn selten besteht ein gutes Führungsteam aus Leuten, die gelernt haben, zu gehorchen, und die darauf warten, was ihr Chef ihnen sagt. Führungskräfte haben ihren eigenen Kopf, deshalb sind sie in die Führungsposition gelangt. Für den Chef einer solchen Crew ist es nicht immer leicht, die Unterschiede zwischen diesen Führungspersönlichkeiten auszugleichen und den oftmals verschiedenen Interessen gerecht zu werden. Dazu kommt, dass die Unterschiede in der Führungs- Crew oft gewollt sind, um den Anforderungen der Organisation und den unterschiedlichen Führungsaufgaben gerecht zu werden. Ein Chef in der Buchhaltung tickt meist anders als ein Chef im Vertrieb, während der Entwickler andere Ziele im Kopf hat als der Leiter der Produktion.
Für deren Chef – dem Chef-Chef – ist es nicht immer leicht, den unterschiedlichen Führungsinteressen gerecht zu werden. Sich dabei am situativen Führungsstil zu orientieren oder über Macht zu führen, greift zu kurz. Bei Führungsaufgaben für Chef-Chefs kommt es nämlich weniger darauf an, wie reif oder unreif eine Führungskraft ist. Und auf die Macht zu pochen, kann nur als Ultima Ratio funktionieren. Entscheidender für Chef-Chefs ist es zu wissen, welches Grundmotiv der Persönlichkeit bei den einzelnen Mitgliedern der Führungscrew zugrunde liegt. Mithilfe eines einfachen Modells können Chefs diese Motive erkennen und so wirksamer führen. Denn die meisten Führungskräfte lassen sich im Kern vier Typen mit meist wesensgleichen Führungs- Grundmustern zuordnen. Die Kerntypen basieren auf der Analytischen Psychologie von C.G. Jung. Dessen Ansatz der Archetypen liefert – quasi „reloaded“ – die Grundlagen zum Modell der vier Kerntypen der Führung.

Kerntypen unterscheiden lernen
Die Persönlichkeit, der Stolz und die eigene, typische Herangehensweise an Führungsaufgaben bestimmen, was eine Führungskraft von ihrem Chef erwartet und welche Art der Führung sie akzeptiert oder braucht. Doch darüber wird im Führungsalltag selten explizit und offen gesprochen, was zu verdeckten Erwartungen oder falschen Annahmen – und in der Folge zu Konflikten, Konkurrenz oder Illoyalität führen kann.
Die Kerntypen der Führung sind daher ein nützliches Vehikel für Chefs, um sich ein valides Bild von den Mitgliedern ihres Führungsteams zu machen. Die Kerntypen der Führung sind: der Krieger, der Bauer, der Magier und der Fürst. Bei den Kerntypen geht es keineswegs darum, Menschen in Schubladen zu stecken. Wie jeder Mensch ist auch jede Führungskraft individuell und besonders. Im Vorgehen, im Führungsstil und bei dem, was dem individuellen Cheftypus besonders wichtig ist, sind sich die Führungstypen jedoch wieder ähnlich. Die Kerntypen der Führung bilden dafür den groben Rahmen.
Chefs sollten wissen, wer in ihrem Führungsteam welchem Kerntypus zuzuordnen ist. Denn anhand der Kerntypen lässt sich zeigen, was eine Führungskraft braucht, um sich vom Chef-Chef führen zu lassen. Deutlich wird, wann sie Führung akzeptieren, wie sie mit Konkurrenz umgehen und an welchen Führungsaufgaben Scheitern oft vorprogrammiert ist. Wer um diese Basics der Führung von Führungskräften weiß und darauf vorbereitet ist, kann besser und eindeutiger reagieren und sich als Chef letztlich so manchen absehbaren Ärger ersparen.

Sich ergänzende Stärken
Ein Chef setzt ein Führungsteam dann ideal zusammen, wenn sich die Stärken und Qualitäten der Mitglieder gegenseitig ergänzen und derart ineinandergreifen, dass die Ziele des Unternehmens schnellstmöglich erreicht werden. Es beginnt eine Kultur der Akzeptanz in den Unterschieden. Wenn sie dann noch gemeinsam erkennen, in welchem Rhythmus die Kompetenzen ineinanderzugreifen haben, werden solche Teams nahezu unschlagbar.
Welche Kombination an Kerntypen die richtige für ein Führungsteam ist, hängt vom Unternehmen und dem Bereich an, in dem es tätig ist. Geht es zum Beispiel darum, ein bestehendes, erfolgreiches Geschäftsmodell beizubehalten und die Qualität auf hohem Niveau zu halten, sind homogene Teams mit einer „Bauern-Ausrichtung“ meist die beste Wahl. Stehen große Veränderungen an, sind erst mal Krieger-Präferenzen gefragt.
Wichtig: Damit ein Führungsteam funktioniert, braucht es bei jedem Mitglied den Willen zur ehrlichen Reflexion und Analyse – auch des eigenen Führungsstils und der eigenen Haltung zum Thema Konkurrenz. Das gilt für den Chef ebenso wie für die Teammitglieder. Genauso notwendig ist es, dass sich jeder auf seine Stärken besinnt und bereit ist, herkömmliche Denkmuster aufzugeben, um insgesamt als Team besser zu werden. Chefs sollten daher wissen, wen sie in ihrem Führungsteam haben und wen sie wofür einsetzen können. Nicht die Funktion, die eine Führungskraft innehat, ist wichtig, sondern die individuellen Stärken, um anstehende Aufgaben und Herausforderungen zu meistern.

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