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Der Meisterbrief soll erhalten bleiben
B2B Wirtschaft | Reimer Böge

Der Meisterbrief soll erhalten bleiben

Kreis Segeberg (hpk/lm) „Unternehmen und Bürger atmen auf: Der deutsche Meisterbrief bleibt erhalten! Die EU will das deutsche Gütesiegel für qualifizierte Handwerker nicht abschaffen. Das ist eine gute Nachricht für die vielen Handwerksbetriebe in unserer Region“, erklärt die Mittelstandsund Wirtschaftsvereinigung der CDU Segeberg (MIT).

Nach monatelangen Diskussionen um eine mögliche Aufweichung durch Vorgaben aus Brüssel gab ein hochrangiger Vertreter der EUKommission Entwarnung. Die EU-Kommission beabsichtige nicht, den Meisterbrief zu verändern, so Generaldirektor Daniel Calleja Crespo auf der Handwerksmesse in München. „Der Meisterbrief ist eine der Säulen der deutschen Wirtschaft“, sagte er.

Ausbildung vor Aushilfsjobs
In einem Gespräch mit Vertretern des schleswig- holsteinischen Handwerks und der freien Berufe bekräftigte der CDU-Landesvorsitzende und Europaabgeordnete Reimer Böge ebenfalls, dass die Europäische Kommission keinen Angriff auf den Meisterbrief plant. „Die EUKommission betrachtet den Meisterbrief vielmehr als bewährtes Gütesiegel des deutschen Handwerks und Garant für die Qualität der deutschen dualen Ausbildung“, stellte Böge klar. „Wir werden die Kommission und die Bundesregierung beim Wort nehmen, dass der deutsche Meisterbrief und die notwendigen Qualifikationen für zulassungspflichtige Handwerksberufe nicht in Frage gestellt werden.“ Der Chef der Nord-Union betonte, dass die duale Ausbildung ein entscheidender Grund sei, dass Deutschland mit 7,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen in Europa verzeichne (EU-Durchschnitt: 23 Prozent). In diesem Zusammenhang begrüßte Böge, dass die CDU auf Bundesebene in der Debatte um den Mindestlohn eine höhere Altersgrenze ins Spiel gebracht hatte. „Eine Ausbildung muss immer Vorrang vor einem bezahlten Aushilfsjob haben.“

MIT hat erfolgreich interveniert
„Mit der Ankündigung, den Meisterbrief nicht in Frage zu stellen, reagiert die EU-Kommission auch auf Druck der MIT“, erläutert MIT-Pressesprecher Hans-Peter Küchenmeister. Der CDU-Wirtschaftsflügel hat eine Abschaffung des Meisterbriefes immer wieder strikt abgelehnt. „Die duale Ausbildung in unseren Meisterbetrieben ist das Geheimnis unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Die hohen Qualitätsstandards sorgen dafür, dass Jugendliche eine langfristige Perspektive erhalten. Das ist der Hauptgrund für die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Eine Abschaffung des Meisterbriefs wäre ein Desaster für die heimische Wirtschaft“, kommentiert Küchenmeister. Die MIT setzt sich intensiv dafür ein, dass das duale System von schulischer und betrieblicher Ausbildung erhalten bleibt und europaweit ausgebaut wird. Die MIT Segeberg wird das weitere Vorgehen der Kommission nun intensiv beobachten. „Wir werden die nächsten Schritte der EUKommission genau im Auge behalten. Und wir Mittelständler werden uns wieder in den Weg stellen, sollte Brüssel einen erneuten Anlauf zur Abschaffung des Meisterbriefes unternehmen“, versichert Küchenmeister. Im Oktober 2013 hatte die EU-Kommission angekündigt, alle reglementierten Berufe und ihren Zugang zu überprüfen. Als reglementiert gelten jene Berufe, für deren Ausübung der Staat bestimmte Abschlüsse oder Qualifikationen voraussetzt.

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