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Mach’s gemeinsam
B2B Wirtschaft | Ulrike Stahl

Mach’s gemeinsam

Brandenburg/Havel (em/fg) Agil, global, virtuell, über Hierarchien, Abteilungen und Unternehmen hinweg – ohne Zusammenarbeit kein Erfolg. Und doch raufen sich Chefs und Mitarbeiter die Haare, wenn es mit dem Miteinander einfach nicht klappen will. Guerillakämpfe im Vorstand, Machtspiele zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, Silodenken in Teams und Abteilungen. Können wir das nicht besser? Und ob!

Gemeinsam sind wir – gerade in digitalen Zeiten – schnell, intelligent und innovativ. Vorausgesetzt, wir hören endlich auf zu konkurrieren und beginnen wirklich zu kooperieren. Diese Hacks helfen dabei:

#Fürs Miteinander entscheiden
Als Einzelne sind wir nur so leistungsfähig, wie unser Horizont reicht – und der ist, wie wir alle wissen, begrenzt. Deshalb hat der Mensch eine kooperative Grundausstattung mitbekommen: Erstens unsere Spiegelneuronen, die uns erlauben zu erkennen, was der andere will. Zweitens unsere Sprache, die uns ermöglicht, unsere Gedanken detailliert auszudrücken. Und drittens die Fähigkeit, sogar mit Menschen zu kooperieren, die wir überhaupt nicht kennen. Hierarchische Strukturen, ergebnisorientierte Karrierepfade und konkurrierende Zielvereinbarungen mögen uns dazu einladen, uns abzugrenzen und uns auf uns selbst zu konzentrieren. Aber wir haben auch täglich neu die Wahl, ob wir unsere Energie in behindernde Konkurrenz investieren, ob wir sie nutzen, um uns alleine durchzuschlagen oder ob wir sie aktiv in fördernde Zusammenarbeit investieren.

#Alle im Blick behalten
Heute hat fast jedes Unternehmen seinen eigenen Berliner Flughafen, also mindestens ein interdisziplinäres Projekt, das gründlich gescheitert ist. Wobei alle Beteiligten klarstellen, dass die Schuld nicht bei ihnen liegt und sie ihren Teil der Arbeit gemacht hätten. Kann sein, ABER: Wenn jeder nur seine Arbeit macht, dann ist das keine Kooperation, sondern Arbeitsteilung! Kooperation beginnt, wenn die Beteiligten nicht nur ihre Teilaufgabe im Blick haben, sondern darüber hinaus das Umfeld und sich jeder für das Gesamtziel verantwortlich fühlt. Das bedeutet, über die eigene Rolle hinaus zu denken und zu handeln und kontinuierlich mit den anderen Beteiligten zu interagieren. Nur so können komplexe Aufgaben erfolgreich bewältigt werden.

#Nutzen stiften
„Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.“ Das mag rein rechnerisch aufgehen, ist nur zu klein gedacht. Oft haben andere Zugang zu Dingen, die für uns unerreichbar oder nur schwer zu beschaffen sind und umgekehrt. Wie schaffen wir ein Klima des natürlichen Austauschs? Indem wir selbst damit beginnen, Nutzen für andere zu stiften – absichtslos. Das heißt, etwas zu geben ohne Garantie, dass dafür sofort oder später etwas zurückkommt. Adam Rifkin, 2012 vom Magazin Fortune zum besten Netzwerker gekürt, hat den Begriff des Fünf-Minuten-Gefallens geprägt. Er nimmt sich für jeden fünf Minuten Zeit, um Nutzen zu stiften. Was kann man in fünf Minuten tun? Einen interessanten Artikel weiterleiten, gut über jemand anderen sprechen, ihn weiterempfehlen, ein Feedback geben. Was würde passieren, wenn sich jeder von uns jede Woche nur fünf Minuten einplant, für jemand anderen etwas zu tun – absichtslos?

#Gemeinsam gewinnen
Das rasante wirtschaftliche Wachstum der letzten Jahrzehnte hat uns auf quick wins – eine schnelle Gewinnmitnahme – getrimmt. Da macht der Außendienstler kurz vor Jahresende, um seinen Bonus zu erreichen, eben noch schnell einen Abschluss – auch wenn der Kunde im Gebiet des Kollegen liegt. „Wettbewerb belebt das Geschäft!?“ Tatsächlich kreiert er ein permanentes Mangeldenken. Eine der größten Fallen, wenn es ums Kooperieren geht. Wir horten, was wir haben und versuchen möglichst viel dazuzubekommen – auch auf Kosten anderer. Ein Nullsummenspiel, das uns misstrauisch, kurzsichtig und engstirnig macht. Für erfolgreiche Kooperation darf die Fragestellung nicht lauten: „Wie kann ich für mich das meiste herausholen?“, sondern „Wie können wir gemeinsam etwas schaffen, das größer ist als wir selbst?“

#Offen sein
Menschen wollen dazugehören. Sobald wir uns mit einer Gruppe identifizieren, strengen wir uns an, diese Zugehörigkeit zu erhalten. Wir sind weniger offen für andere außerhalb der Gruppe, grenzen uns stärker ab. Wir leisten erwartete Beiträge und vermeiden es, uns gegen die Gruppe zu stellen. Dieser „Groupthink“ hemmt Wachstum und Entwicklung. Konkurrenzlos erfolgreiche Zusammenarbeit beruht auf dem Austausch verschiedener Sichtweisen und Feedback. Die Grundlage dafür ist psychologische Sicherheit. Dann trauen wir uns sogar kritische Dinge anzusprechen, weil wir nicht mit Bestrafung oder Ausgrenzung rechnen müssen. Wie erzeugen wir dieses Klima? Indem wir unsere Wertschätzung für abweichende Perspektiven demonstrieren. Und indem wir unsere Fehlbarkeit zeigen. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle wesentlichen Aspekte erfasst habe. Wie siehst du das?“

Buchtipp:
Ulrike Stahl So geht WIRTSCHAFT!
Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.
ISBN: 978-3-96186-001-2
168 Seiten | (D) 29,95 €

Sinnvoll kooperieren statt sinnlos konkurrieren. So lautet das Erfolgsprinzip fürs digitale Zeitalter. Wie der Wandel gelingt, illustriert Ulrike Stahl gekonnt im Buch „SO GEHT WIRTSCHAFT!“. Laut Handelsblatt eines der besten Wirtschaftsbücher. Anekdoten und plastisch erzählte Praxisbeispiele inspirieren und verführen dazu, dieses Buch immer weiter zu lesen. Unaufhaltsam entfaltet sich, wie Zusammenarbeit gelingt, die auf das WIR setzt.

Foto: Ulrike Stahl ist Rednerin, Autorin und Expertin für das neue WIR im Business. Am 22. Oktober ist sie als Keynote Speakerin auf der B2B NORD in Hamburg-Schnelsen (Impulsforum: 12.20 bis 12.50 Uhr).

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