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Schnellladestationen für Elektroautos kommen
B2B Wirtschaft | WEP Kreis Pinneberg

€ Schnellladestationen für Elektroautos kommen

Neue Techniken werden seit ewigen Zeiten kritisch betrachtet. So war es mit der Dampfmaschine (Eisenbahn) und dem Automobil. Bei der modernen E-Mobilität ist es auch so. Skepsis, noch nicht ausgereifte Technik und schlechte Erfahrungen stehen im Fokus. Die Reichweite der Akkus entspricht leider nicht den Anforderungen der Nutzer.

E-Bike-Nutzer der ersten Stunde haben da auch ihre Erfahrungen gemacht. Die Befürchtungen, vor dem Ziel liegen zu bleiben, sind berechtigt. Die Lösung für Strecken über 100 km kann daher nur ein engmaschiges, dauerhaft in Betrieb gehaltenes Netz von Schnellladestationen sein. Mehrfach-Lademöglichkeiten an einer Station sowie eine einfache Abrechnung der Kosten (vielleicht sogar gemeinnützig) sind dabei unerlässlich. Für eine zügige Umsetzung dieser zukunftsweisenden Aufgabe setzt sich die WEP sehr engagiert ein. Helmuth Kruse Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung des Kreises Pinneberg.

Seitdem der Bund und die Automobilwirtschaft den Kauf eines Elektroautos mit einer Prämie bis zu 4.000 Euro fördern, ist das Thema E-Mobilität aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Die bisher geringe Anzahl der elektrisch betriebenen Autos soll deutlich erhöht, das dafür nötige E-Tankstellennetz ausgebaut werden. Die Regionale Kooperation Westküste, in der sich auch die WEP engagiert, ist bestens vorbereitet: Bereits seit 2014 arbeitet sie an einem Standortkonzept für leistungsstarke Schnellladestationen entlang der Achse A23/B5 und kann jetzt erste Erfolge vermelden. Durch die neue Schnellladeinfrastruktur mit Anbindung an die schon jetzt gut ausgebauten Netze in Dänemark und Südnorwegen sowie südlich von Hamburg entlang der A1 bis Brüssel können nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen für längere Reisen bequem auf umweltschonende Elektroautos umsteigen.

In 20 Minuten ein voller Akku
Im Kreis Pinneberg sind von zurzeit 170.200 PKW nur 726 als technisch verschiedenartige Elektrofahrzeuge angemeldet. Ihre Akkus können die Fahrzeuge kostenlos an neunzehn, zumeist von Stadtwerken unterstützten E-Tankstellen aufladen. „Dieses sind in der Regel noch keine komfortablen Schnellladetankstellen, an denen der Akku nach 20 bis 40 Minuten, sondern erst nach etwa sechs Stunden für weitere 100 bis 150 Kilometer Fahrstrecke aufge- laden ist“, so WEP-Geschäftsführer Dr. Harald Schroers. „Während die Elektromobilität, die ja für die Zukunft eine lebenswichtige Rolle spielt, in ihrem kaum beachteten Nischendasein verharrte, hat die Regionale Kooperation Westküste unspektakulär, aber effektiv an dem Thema Energie und Verkehr gearbeitet. Wir haben mit der WEP-Tochter PGN-Projektgesellschaft Norderelbe, der Geschäftsstelle der Regionalen Kooperation, eine Machbarkeitsstudie zum Netzausbau der Schnellladestationen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden 2015 offiziell vorgestellt. Und jetzt läuft die Umsetzung.“

Standorte werden gefördert
Die Machbarkeitsstudie zeigt, wo an der Achse A23/B5 die Ladestationen betrieben werden können. Sie liefert Bedarfsdaten für die neue Infrastruktur und gibt Aufschluss über geeignete Standorte in den vier kooperierenden Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg.

Für die erste Umsetzungsphase empfiehlt die Studie fünf Ladestationen an den Standorten Niebüll, Husum, Heide, Itzehoe und Pinneberg, des Weiteren vierzehn Ladestationen für eine flächendeckende Versorgung und nochmals weitere 28 für die spätere Verdichtung.

Die Studie zeigt darüber hinaus, dass vor allem die nahe an der A 23 und B5 gelegenen Stationen innerhalb kurzer Zeit rentabel betrieben werden könnten. Eine flächendeckende Schnellladeinfrastruktur in den vier Kreisen wird jedoch ohne öffentliche Fördergelder nicht realisierbar sein. Das hat auch das Land erkannt und am 1. Juni 2016 ein Förderprogramm gestartet, in dem Gemeinden und Städte einen Zuschuss von 5.000 Euro pro empfohlener Ladestation erhalten können. Gefördert werden 50 Standorte. Auch in der Metropolregion Hamburg sollen im Projekt „HansE“ 50 Ladepunkte gefördert werden.

Kreis Pinneberg: Standorte in vier Städten
Das Interesse potenzieller Betreiber von Schnellladestationen ist groß und erste Gespräche haben stattgefunden. Bereits elf von den in der Studie vorgesehenen Standorten sollen realisiert werden. Erste fertiggestellte Schnellladestationen werden noch für diesen Sommer erwartet. So auch im Kreis Pinneberg, wo die Orte Pinneberg, Elmshorn, Wedel und Tornesch näher untersucht und mögliche Standorte ermittelt wurden, zum Beispiel der Marktplatz in Pinneberg, der Graue Esel in Elmshorn und der Bahnhofsvorplatz sowie der Autohof Oha in Tornesch. Die Stadtwerke Wedel sind bereits bei der Umsetzung der empfohlenen Schnellladestation auf dem Gelände des Famila-Marktes aktiv.

Erfolgreiche B2B-Nord-Messe
Mitte April war die WEP Wirtschaftsförderung traditionell auf der Messe B2B Nord in Hamburg- Schnelsen präsent. Diese größte regionale Wirtschaftsmesse Deutschlands ist der halbjährliche Treffpunkt für Unternehmer, die ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen und neue Geschäfts- und Kooperationspartner suchen. Am Gemeinschaftsstand des Arbeitskreises der kommunalen Wirtschaftsförderer aus dem Kreis Pinneberg haben Dr. Harald Schroers und WEP-Projektmanagerin Susanne Heyn sowie die Wirtschaftsförderer verschiedener Kommunen viele neue Kontakte knüpfen und bestehende Verbindungen pflegen können und auf das Grundstücks- und Dienstleistungsangebot aufmerksam gemacht.

Infos: Susanne Heyn
Tel. 04120-7077-30
heyn@wep.de

B2B NORD Schnellladestationen für Elektroautos kommen
WEP Kreis Pinneberg
WEP Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mbH
Lise-Meitner-Allee 18
25436 Tornesch
Kontakt:
Tel.: 49(0)4120/7077-30
heyn (at) wep.de
Internet:
www.wep.de
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