Teilen Sie www.B2B-NORD.de auf Facebook.
Ministerpräsident Daniel Günther im WirtschaftsDialog
B2B Wirtschaft | WirtschaftsDialog

Ministerpräsident Daniel Günther im WirtschaftsDialog

Norderstedt (sh/kv) Am Mittwoch, den 13. September fand von 13 bis 14.30 Uhr der WirtschaftsDialog in den Nordport Towers in Norderstedt statt. Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann sowie ausgewählte Unternehmer des Kreises Segeberg standen über regionale und aktuelle Themen miteinander im Dialog.

Die Beteiligten kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Mittelstandes und nutzten die Gelegenheit, Fragen aus Bereichen die sie selbst betreffen oder momentan sehr beschäftigen, mit einzubringen und Daniel Günther die Erwartungen an die neue Regierung mitzugeben.

Themen zur Sicherheit, Bildung und Energie wurden ebenso diskutiert wie Verkehr oder auch die landesübergreifende Zusammenarbeit. „Es war für mich ein neues Format, das ich so vorher nicht kannte, aber es hat mir richtig Spaß gemacht. Ich hoffe, ich konnte dadurch auch ein bisschen aufzeigen, was die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein noch vor sich hat. Von daher, fand ich war es auch sehr abwechslungsreich und informativ“, so Daniel Günther.

Auch von den teilnehmenden Unternnehmern und Zuschauern wurde der Dialog gut angenommen.

Rainer Suhr, Suhr Innenausstatter GmbH:
Sollte Schleswig-Holstein nicht Vorreiter für neue Verkehrskonzepte, z.B. Elektromobilität sein?

Daniel Günther:
„Da sollten wir in der Tat Vorreiter bleiben. Wir haben durch die Windkraftanlagen und die fehlenden Netze eine Überproduktion von Strom, die die Stromkunden in Schleswig-Holstein zu zahlen haben. Das bedeutet wir zahlen zwischen 300 und 500 Millionen Euro für abgeschaltete Windkaftanlagen, weil durch das EEG die Betreiber trotzdem eine Einspeisevergütung bekommen. Da müssen wir uns natürlich Gedanken machen, wie wir diesen Strom verbrauchen können. Ich bin auch der Meinung, dass wir die Dieselfahrzeuge als Übergangstechnologie weiter benötigen und alles dafür tun müssen, damit es keine Fahrverbote für diese Fahrzeuge in Deutschland gibt.“

Gunnar Becker, Hansebooks GmbH:
Gibt es Ideen für die papierlose Schule?

Daniel Günther:
„Ja die gibt es. Wir wollen im Bereich der Digitalisierung von Schule auch stärker Bundesgelder nutzen. Wir wollen bis 2020 alle Schulen an ein vernünftiges Netz anbinden. Was aber noch eine Herausforderung darstellt, ist das Heranführen von Lehrkräften an das was für Schüler heute schon Standard ist.“

Egon Boesten, Leibniz Privatschule:
Wäre es für Sie eine Option, einen Bildungsweg zu beschreiten wie es die Schweden oder die Niederländer tun, wo Eltern ihre Kinder auch auf Privatschulen schicken können ohne zusätzliche Kosten?

Daniel Günther:
„Also 50 % der Kinder an Privatschulen sind nicht mein Ziel, aber ich finde schon, dass der Staat die Verpflichtung hat, vernünftige Schulangebote zu machen. Es geht vielen nicht darum, dass Privatschulen besser sind, sondern dass ihnen die Situation an den staat- lichen Schulen nicht gut genug ist. Deshalb sollte unser erster Ansatz sein, die Situation in den landeseigenen Schulen zu verbessern. Man kann sicherlich darüber nachdenken, den Zugang zu Privatschulen zu vereinfachen.“

Martin Deertz, Sparkasse Südholstein:
„Welche Impulse möchten sie setzten, um dem Mittelstand den Rücken zu stärken?“

Daniel Günther:
„Wir haben 512 Millionen Euro zusätzlich an Investitionen vorgesehen, für z.B. Strassenbau, Breitbandversorgung, Krankenhäuser und Schulen. Wir werden das Vergaberecht anfassen, damit es wieder mehr Chancen für Mittelständler gibt.“

Philip Leuchtenberger, STADAC GmbH & Co. KG:
„Gibt es einen Trend, datenschutzrechtlich und sicherheitstechnisch, in Zukunft mehr länderübergreifend zusammenzuarbeiten, um Straftaten schneller aufzuklären?“

Daniel Günther:
„Wir werden ein Investitionsprogramm auflegen, um Schutzmaßnahmen zu fördern. Desweiteren werden wir dafür sorgen, dass wir mehr Polizisten im Land haben, gerade auch damit die Polizei in den ländlichen Räumen wieder stärker präsent ist. Desweiteren arbeiten wir auch auf Bundesebene daran, Straftäter, auch wenn es nur Einbruch ist, härter und schneller zur Rechenschaft zu ziehen. Bei den Themen Polizei und Justiz ist noch eine ganze Menge Luft nach oben und wir werden dafür sorgen, dass das besser wird in Schleswig-Holstein.“

Marc-Mario Bertermann, EGNO:
„Wird die Zusammenarbeit in wirtschaftlicher Hinsicht zwischen Hamburg und Schleswig- Holstein jetzt spürbarer?“

Daniel Günther:
„Ich finde wir reden viel über eine angeblich gute Kooperation, aber es ist vieles auch in den letzten Jahren einfach liegen geblieben. Ich möchte in den nächsten fünf Jahren möglichst viele konkrete Pflöcke eingeschlagen haben und nicht immer nur über gute Zusammenarbeit philosophieren.“

Wolfgang Sohst, Lotz und Schmidt:
„Wann werden wir vom Gesetzgeber endlich belastbare Kriterien in Gesetzesform bekommen, die es möglich machen sogenannte Gefährder festzusetzen?“

Daniel Günther:
„Es gibt in dieser Richtung bestimmte Sicherheitsgesetze, die von Seiten der CDU vorgelegt wurden, aber schlicht und ergreifend an der mangelnden Unterstützung des Koalitionspartners gescheitert sind. Ich finde es gibt eine Verpflichtung des Staates, für die Sicherheit der Bürger zu sorgen und glaube, dass wir da gesetzlich noch nicht soweit sind wie wir sein müssten. Ich hoffe, dass es in der nächsten Wahlperiode, mit einem klugen Koalitionspartner, möglich sein wird dieses durchzusetzen.“

Stefan Lange, WDN GmbH:
„Hat die Landesregierung eine Strategie, damit für Schleswig-Holstein wichtige Bauprojekte, wie z.B. Fehmarn-Belt-Querung oder A20 nicht durch Klagen einiger Umweltverbände immer wieder ausgebremst werden, was faktisch zur Verhinderung des gesamten Bauvorhabens führt?“

Daniel Günther:
„Ja wir haben eine Strategie. Auf Landesebene gibt es den Wunsch, dass wir innerhalb der nächsten vier Jahre ein Infrastrukturbeschleunigungsgesetz bekommen. Wir brauchen solche Bauprojekte und ich glaube wenn wir gewisse Player einfach früher in solche Projekt mit einbinden, werden wir nach fünf Jahren sehr viel Sichtbares in dieser Richtung in Schleswig-Holstein haben.“

B2B NORD Ministerpräsident Daniel Günther im WirtschaftsDialog
Weitere Artikel lesen
BRANCHENBUCH
Auto
Druckereien
Einkaufen
Elektronik/TV
Energie
Event
Finanzen
Garten / Landschaftsbau
Gastronomie
Handwerk
Lebensmittel
Logistik
Mode
Netzwerke
Personalservice
Verlage
Wirtschaft
Dienstleistungen
Fortbildung
Gesundheit
Hotel
Immobilien
Kommunikation
Neubau
Office
Politik
Rechtsanwälte
Reisen
Senioren
Steuerberater
Training/Coaching
Versicherungen
Werbung
Wohnen
Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung
Akzeptieren und weitersurfen